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Nagra - Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle

Die Nagra auf der Suche nach Lösungen für die Entsorgung radioaktiver Abfälle

Die Nagra, die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle, ist für die Entsorgung aller radioaktiven Abfälle der Schweiz zuständig, welche in Kernkraftwerken, in Industrie, Medizin und Forschung entstehen. Sie befasst sich mit der Planung von geologischen Tiefenlagern, in denen die Abfälle sicher und langfristig entsorgt werden können, was wiederum ausführliche wissenschaftliche Abklärungen beinhaltet. Bei ihrer Arbeit stützt sich die Nagra auf die offiziellen Bestimmungen, welche im Sachplan des Bundes festgehalten sind.

Sachplan geologische Tiefenlager
Der Sachplan geologische Tiefenlager definiert die Sachziele des Bundes und legt die Grundkriterien wie auch das Verfahren fest, nach welchen die Standorte für geologische Tiefenlager für den Atommüll in der Schweiz ausgewählt werden. Priorität haben dabei die sicherheitstechnischen Kriterien. Daneben spielen aber auch die Raumnutzung und diverse sozioökonomische Aspekte eine Rolle. Weiter regelt der Sachplan des Bundes die Aufgabenverteilung aller Beteiligten und die Zusammenarbeit aller Interessensgruppen. Besonders wichtig ist die offene und transparente Kommunikation wie auch die professionelle, öffentliche Aufklärungsarbeit.

Wie entsteht radioaktiver Abfall?
Radioaktivität ist eine natürliche Erscheinung und spielt unter anderem überall dort eine Rolle, wo radioaktive Materialien ihren Einsatz finden: in der Kernenergie, bei der Strahlentherapie in der Medizin oder im Bereich von Forschung und Industrie.
Die grössten Verursacher von radioaktiven Abfällen sind die Kernkraftwerke. Die Schweiz zählt aktuell 5 solcher Kraftwerke, welche mit Hilfe der Kernspaltung Atomenergie bzw. Kernenergie produzieren. Verbrauchter Kernbrennstoff ist hochaktiver Abfall. Natürlich muss die Sicherheit einer Atomanlage zu jedem Zeitpunkt vollumfänglich gewährleistet sein und so stehen alle Kernkraftwerke der Schweiz unter der Kontrolle der Atomaufsichtsbehörde ENSI. Damit die Strahlung von radioaktiven Abfällen Mensch und Umwelt weder heute noch in ferner Zukunft bedroht, schreibt das schweizerische Kernenergiegesetz als Entsorgungskonzept vor, dass radioaktive Abfälle in geologischen Tiefenlagern entsorgt werden müssen. Ein geologisches Tiefenlager , in der Umgangssprache auch oft als Endlager bezeichnet, liegt inmitten von sehr tief gelegenen Gesteinsschichten.

Die Nagra hat die Aufgabe, radioaktive Abfälle in der Schweiz sicher und langfristig zu entsorgen. Sie hat am 6. November 2008 an der Medienkonferenz des Bundesamtes für Energie mögliche geologische Standortgebiete für die Tiefenlagerung von radioaktiven Abfällen in der Schweiz vorgestellt. Bei der Auswahl der passenden Regionen müssen gewisse, vom Bund vorgegebene Kriterien eingehalten werden. Für die Lagerung der hochaktiven Abfälle werden die Gebiete Zürcher Weinland, Nördlich Lägeren und Bözberg in Betracht gezogen. Die schwach- und mittelaktiven Abfälle könnten ebenfalls in diesen drei Gebieten sowie in den Regionen Südranden, Jura-Südfuss oder Wellenberg deponiert werden.

 

 

     
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