Schwarzenbach Kolonialwaren -
seit über 140 Jahren
Was mit Gewürzen, Eier und Kaffee begann, hat sich bis heute zu einem ausgesuchten Sortiment feinster Spezialitäten vergrössert, welches praktisch keine kulinarischen Wünsche offen lässt.
Vieles hat sich seit den Anfängen verändert, jedoch die Firmenphilosophie ist geblieben. In der hauseigenen Kaffeerösterei werden tagesfrisch 17 verschiedene Kaffeespezialitäten geröstet. Dieser Vorgang kann von der Münstergasse aus mit verfolgt werden.
Beim Betreten des Ladens in der Zürcher Altstadt fühlt sich der Besucher in die „guten alten Zeiten“ zurückversetzt. Schon die verschiedenen Düfte von Gewürzen, Kaffee und Tee sind ein Genuss.
Nachstehend finden Sie einige Produkte des umfassenden Angebots:
Beeren
(Rosinen, Malagatrauben, Preiselbeeren, Stachelbeeren)
Kaffee
(aromatisierter Kaffee, Jamaica Blue Mountain, ganze Kaffeebohnen)
Tee
(grüner Tee, weisser Tee, schwarzer Tee, gelber Tee)
Gewürze
(Pfeffer- und Salzspezialitäten, Piment d’Espelette)
Honig
(verfeinert mit Vanille)
Dörrfrüchte und Nüsse
(Sauerkirschen, Zwetschgen, Papaya, Mango)
kandierte Früchte
(Ananasscheiben, Cedrat, Angelika)
Konfitüre
(Orange, Mango, Kiwi)
Senf
(steinmühlegemahlener Senf aus Thüringen, Mostarda aus Italien)
Sirup
(Zwetschgen, Zimt, Tannentrieb)
Schokolade
Caffè Latte, Cappucino und Espresso
Es wird vermutet, dass die äthiopische Region Kaffa, die Ursprungsregion des Kaffes ist und von dort aus durch den Sklavenhandel nach Arabien gelangt ist. Einer Legende nach sollen Hirten in Äthiopien aber bereits um 1600 nach Christus ihre Ziegenherde beobachtet haben, wie sie von einem Strauch rote Beeren gefressen haben und danach die ganze Nacht aufgeweckt herumsprangen. Die Beeren waren aber für die Menschen ungeniessbar und als ein Hirte die Früchte ins Feuer spuckte, wurden die wunderbaren Kaffeedüfte freigesetzt. So entstand die Idee des Röstens des Kaffees.
Der Kaffekonsum in Arabien begann erst ab dem 15. Jahrhundert und eroberte schon bald das osmanische Reich und Persien. Nach heftiger Auseinandersetzung mit der religiösen Führung wurde in Istanbul dann das erste Kaffeehaus eröffnet. Von da an verbreitete sich das Getränk immer mehr aus. Der Genuss blieb jedoch vielen verwehrt, denn Kaffee war sehr teuer und nur die Oberschicht konnte sich das Getränk leisten.
Heute kennen wir Kaffee in allen Variationen und jede Kultur hat ihre eigenen Kaffeegewohnheiten. So trinken die Franzosen ihren „Café au lait“ zum Frühstück und den „le petit noir“ nach dem Mittagessen. Italien ist ein Land mit einer ausgeprägten Kaffeekultur und so wird die Sorte Kaffee je nach Tageszeit angepasst. Am beliebtesten ist wohl der Caffè, den wir hier als Espresso kennen. Je weiter man nach Süditalien geht, desto stärker und dunkler wird der Kaffee, frei nach dem Sprichwort „Caffè muss schwarz wie die Nacht, heiss wie die Hölle und süss wie die Sünde sein“.
Espressoliebhaber erkennen einen guten Espresso an der Crema, welche aus Ölen und Proteinen besteht und bindet einen grossen Teil des Espresso Aromas. Auch der „Zuckertest“ ist eine beliebte Variante die Qualität des Espresso’s zu überprüfen. Sinkt der Zucker unter die Crema und verschliesst sich die Schaumdecke, ist der Espresso von bester Qualität.
Grundsätzlich führen helle Röstungen zu einem eher säuerlichen aber wenig bitteren Geschmack. Dunkle Röstungen hingegen sind eher süss und bitter. Der Geschmack wird vor allem durch die Rösttemperatur und die Röstdauer beeinflusst.
Die türkische Version des Kaffes ist bei uns als Mokka bekannt. Der Geschmack erinnert etwas an Schokolade, obwohl sich kein Kakao darin befindet. Die Zubereitungsart ist eine der ältesten und bekanntesten. Heute wird der Kaffe Mokka meist Latte Macchiato genannt.
In den USA ist der Filterkaffee am beliebtesten. In den Restaurants kann man sich ganz nach dem „free refill system“ nach Belieben nachschenken lassen. In Amerika hat auch der berühmte „coffee to go“ seinen Ursprung. Der praktische Pappbecher zum Mitnehmen etabliert sich in immer mehr Nationen. Da es die Amerikaner gerne süss mögen, kann man seinen Kaffee mit einem Schuss Sirup verfeinern lassen. Die Geschmacksrichtungen sind vielfältig, so findet man fast alles über Schokolade- bis hin zu Zimtgeschmack.
China ist bekanntlich die Heimat des Tee‘s. Immer mehr wird aber auch der Genuss des Kaffees entdeckt und die westlichen Kaffeetrends übernommen.
In Afrika, dem Ursprungskontinent des Kaffee’s, wird das Kaffetrinken in einer regelrechten Zeremonie abgehalten. So ist es ausdrücklich den Frauen erlaubt Kaffee zu zubereiten. Der geröstete Kaffee wird in einem Tongefäss auf heissen Kohlen ausgebreitet. Dabei wird etwas Weihrauch dazugegeben um den Geschmack zu verfeinern. Der Kaffee wird schwarz getrunken und meist mit Datteln oder süssem Brot serviert.
Die Kaffeeplanze umfasst sechs Sorten: Benghalensis, Liberica, Congensis, Stenophylla Arabica und Robusta, wobei die letzteren beiden etwa 80% des weltweiten Kaffeeanbaus ausmachen. Die Planze wächst hauptsächlich nahe am Äquator, da sie sehr frostempfindlich ist. Unter guten Bedingungen kann die Kaffeepflanze bis zu 10 Metern hoch werden und trägt nach ca. vier Jahren zum ersten Mal Früchte. Färben sich die grünen Kaffeekirschen dunkelrot, ist die Zeit gekommen diese zu ernten. In einer Kaffeekirsche befinden sich jeweils 2 Kaffeebohnen. Nachdem das Fruchtfleisch entfernt wurde, werden die Bohnen getrocknet und geröstet. Die Ernte dauert das ganze Jahr. Es wird nicht auf einmal geerntet, denn an der Pflanze hängen das ganze Jahr über reife und unreife Früchte zusammen. Die Lebensdauer einer Kaffeepflanze beträgt ca. 25 Jahre. |